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Ein Bericht von Thomas Bauernfried – asma Qualitätssicherung

Troubleshooting@asma – Probleme lösen, Ergebnisse entwickeln

Der weltweite Einsatz von Polyurethanwerkstoffen erfordert im Sonderfall spezielle Maßnahmen zur Optimierung eines Produktes. Klimatisch extreme Bedingungen, lange Seewege zum Zielort oder unterschiedlichste Belastungsszenarien in anderen Ländern zehren auch an den hochwertigsten Polyurethanen, sofern sie nicht technisch optimal darauf abgestimmt und erprobt sind.

Nicht selten erfordern derartige Anforderungen ein nachträgliches Eingreifen in die Produktgestaltung um die legitim hohen Ansprüche unserer Kunden zu erfüllen.

Beispielhaft dafür steht ein Dichtungsprodukt im weltweiten Einsatz unter härtesten klimatischen sowie anwendungsspezifischen Bedingungen.

Im Zuge einer Rückmeldung des Kunden, dass Dichtungen nach harten, witterungsreichen Wintermonaten mit häufigen Temperaturwechseln eine unerwartet kurze Standzeit aufweisen, wurde das Produkt in enger partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Kunden vollständig durchleuchtet. In zahlreichen Versuchsreihen wurde ermittelt, wie das Produkt durch verschiedene Umwelteinflüsse (Schnee, Regen, Frost, Hitze, etc.) in Verbindung mit der chemischen Charakteristik des Werkstoffes beeinflusst werden kann.

Um diese Weiterentwicklungen auch für die Praxis verifizieren zu können, wurde ein spezielles Testverfahren in einer Klimakammer entwickelt, welches extremstes Wechselklima simuliert und somit einen Rückschluss auf das Verhalten der PUR-Beschichtung unter den diversen Umwelteinflüssen in der Anwendung ermöglicht. Dieses Verfahren ist auch als qualitätssichernde Maßnahme in die Großserienfertigung übernommen worden, um den Prozess sowie das Produkt selbst auf Herz und Nieren zu prüfen.

In einer mehrjährigen Optimierungsphase wurden kontinuierlich Weiterentwicklungen hinsichtlich eines für höchste klimatische Anforderungen abgestimmtes Materialsystem eingeführt. Zur Sicherstellung einer möglichst hohen Prozesssicherheit sowie Reproduzierbarkeit, wurden diese Maßnahmen schlussendlich mit dem Aufbau einer vollautomatisierten Fertigung abgerundet.

Durch bewusstes Troubleshooting wurde eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt, um sich von der händischen (Serien-) Einzelfertigung in die automatisierte Serienproduktion mit höchster Reproduzierbarkeit und Prozesssicherheit weiterzuentwickeln.

„Um diese Weiterentwicklungen auch für die Praxis verifizieren zu können, wurde ein spezielles Testverfahren in einer Klimakammer entwickelt, welches extremstes Wechselklima simuliert und somit einen Rückschluss auf das Verhalten der PUR-Beschichtung unter den diversen Umwelteinflüssen in der Anwendung ermöglicht. Dieses Verfahren ist auch als qualitätssichernde Maßnahme in die Großserienfertigung übernommen worden, um den Prozess sowie das Produkt selbst auf Herz und Nieren zu prüfen“.
Thomas Bauernfried