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SICHER UND SCHNELL AUF ACHTERBAHNEN UNTERWEGS – LASTRÄDER, SEITENFÜHRUNGSRÄDER UND UNTERFANGRÄDER VON ASMA

Räder auf Achterbahnen sind ein begrenzender Faktor für deren Einsatzfähigkeit. Anlagen kommen in manchen Ländern im Sommer an ihre Grenzen und können schlimmstenfalls nicht mit voller Passagieranzahl betrieben werden. Ursachen dafür sind der Temperaturanstieg, hervorgerufen durch den Klimawandel bzw. exponierte Anlage in Wüstengebieten. In der Neuerrichtung von Anlagen führen komplexere bzw. mit mehr Sicherheitsfeatures ausgestattete Fahrzeuge zu einem Gewichtsanstieg, was auch die Räder unter Normalbedingungen an die Grenzen bringt.

Konstrukteure müssen für Räder an Achterbahnen aus diesen vier Hauptanforderungen die beste Kombination für deren Anlage finden:

1. Geringer Rollwiderstand:Auf einer Achterbahn müssen Reibungsverluste minimiert werden, damit der Zug seine Strecke, bestehend aus komplexen und dynamischen Manövern problemlos passieren kann. Weiters soll der Rollwiderstand im Bereich von -5 bis +35°C Außentemperatur möglichst gleich sein, damit die Geschwindigkeit auf der Strecke in Abhängigkeit der Temperatur möglichst wenig variiert. Radbeläge mit zu hohem Rollwiderstand führen zu Geschwindigkeitsverlusten auf der Strecke und unnötiger Wärmeentwicklung.

2. Hohe dynamische Tragfähigkeit:

Fahrzeuge auf Achterbahnen stürzen sich steile Abfahrten hinunter, beschleunigen dabei auf Geschwindigkeiten von bis zu 140km/h und erreichen in den Tälern kurzfristig vertikale Kräfte bis zu 4,5g. Die Räder tragen dabei nicht nur das Gewicht der Passagiere und der Fahrzeuge, sondern müssen auch die zusätzliche entstehende Fliehkraft bis zum viereinhalbfachen aufnehmen. Die Kombination aus Geschwindigkeit und Kraft stellen eine besondere Herausforderung für die Radbeläge dar. Mangelnde dynamische Tragfähigkeit führt zu erhöhter Wärmentwicklung im Radbelag, was im schlimmsten Fall zum Aufplatzen und Totalausfall des Rades führt.

3. Hoher Fahrkomfort:Wichtigste Voraussetzung aus Sicht des Passagiers ist es, die Strecke möglichst stoß-und ruckelfrei zu bewältigen. Die Räder müssen Stöße und Mängel auf der Strecke aufnehmen, ohne selbst dabei geschädigt zu werden. Raue Fahrten sind nicht nur unangenehm für die Parkgäste die auf der Achterbahn fahren, sie können auch Schäden am Fahrzeug verursachen. Die Notwendigkeit, eine reibungslose Fahrt zu bieten, steht direkt im Widerspruch zu den ersten beiden Anforderungen, welche durch höhere Belagshärte gelöst werden könnten. 4. Lange Haltbarkeit:Wichtigste Voraussetzung aus Sicht des Parkbetreibers ist neben der Sicherheit auch die Langlebigkeit der Radbeläge. Da an den Fahrzeugen eine Vielzahl von Rädern verbaut sind, ist der Inspektions-als auch Wartungsaufwand nicht unwesentlich. Das Vertrauen in sichere Räder und Wartungsaufwand im Sinne des normalen Verschleißes stellen für den Parkbetreiber ein wesentliches Vorteil dar.

Bei Asma beschäftigen uns intensiv mit der Optimierung von Polyurethan-Radbelägen für Achterbahnen hinsichtlich der steigenden Kundenforderungen. Dabei können wir auf ein umfangreiches Wissen über die Polyurethanwerkstoffe, Testmöglichkeiten und Erfahrungen zu Anwendungen zurückgreifen, unter anderem auch aus dem Thema Hyperloop. Die Optimierung von Rädern mit unseren Polyurethanwerkstoffen und unser Wissen dazu bieten wir Anlagenherstellern als auch Parkbetreibern an. Neben den bereits langjährig bewährten Polyurethanwerkstoffen haben als auch Parkbetreibern an. Neben den bereits langjährig bewährten Polyurethanwerkstoffen haben wir seit 2020 zwei neue Polyurethanwerkstoffe (Asmaprene VP424, Asmaprene VP425) im Portfolio, welche im Vergleich zu den marktüblichen Hochgeschwindigkeitsradbelägen rund 20% Reserve in Tragfähigkeit und Geschwindigkeit bei 94 bzw. 96 Shore A bieten.

Ein bewährter Tipp: Die Geschwindigkeit der Achterbahn kann durch Mischen und Anpassen von Rädern beeinflusst werden, was Parks tun, um die Fahrt innerhalb des angegebenen Leistungsfensters am Laufen zu halten.

Ein Bericht von Rainer Poiss (asma Entwicklung & Produktmanagement)