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Ein Gastbeitrag von Valentina Haumer – Studentin Business and Economics (WU-Wien)

Über den Tellerrand hinaus, in allen Bereichen: 

Alljährlich dürfen junge Menschen bei asma GmbH ein Ferialpraktikum absolvieren und dabei über den Tellerrand blicken. Die Mitarbeit in Bereichen wie der Qualitätssicherung und dem Finish bis zur Homepage-Mitbetreuung erlaubte es den Jugendlichen, Einblicke ins Berufsleben gewinnen und unter anderem auch neue Eindrücke bezüglich der internationalen Aktivitäten von asma gewinnen zu können. 

Valentina Haumer:

Im Waldviertel ist die Firma asma GmbH durchaus bekannt, auch das weiß-grüne Logo haben viele schon einmal gesehen. Doch was passiert über dem Tellerrand und welche Reichweite hat das Unternehmen? 

Asma´s internationale Tätigkeit beruht hauptsächlich auf Import und Exportaktivitäten und weniger auf Direktinvestitionen. Ganze 30% der direkt verkauften Ware überqueren die österreichische Grenze auf ihrem Weg zum Endverbraucher – ein wesentlich größerer Teil über Händler und Maschinen. Zur Herstellung der maßgeschneiderten Materialsysteme werden gut zwei Drittel der benötigten Ressourcen importiert. Eine gute Beziehung zu den Geschäftspartnern ist also unabdinglich. Doch wie handhabt asma die Führung der Tochtergesellschaft? 

Um asma´s internationale Strategie, also wie die Firma internationale Tätigkeiten organisiert, besser einordnen zu können, ist es zunächst interessant, die Art und Weise, wie die polnische Tochterfirma geleitet wird, näher zu betrachten: Der Austausch, der zwischen den beiden Unternehmen erfolgt, ist intensiv und sie sind sich gegenseitig Lieferanten und Kunden zugleich. Die Geschäftsleitung, die mit inländischen Führungskräften besetzt ist, trifft aber unabhängige Entscheidungen. Nach dem EPRG Modell (nach Howard V. Perlmutter) ist asma eher polyzentrisch angelegt, was heißt, dass die Aktivität im Ausland und die jeweiligen Länder (bzw. an die dort ansässigen Firmen) spezialisiert ist. Gerade weil asma Produkte anbietet, die speziell auf den Kunden zugeschnitten sind, erfreut sich das Unternehmen einer großen Reichweite in einem überraschen großen Gebiet „über den Tellerrand hinweg“.  

Ein internationales Unternehmen ist per Definition eine Firma, deren Tätigkeitsbereich sich über mindestens zwei Volkswirtschaften hinaus erstreckt. Analysiert man nach diesem institutionellen Ansatz (nicht nach Art und Menge des Produkts gerichtet) ist asma in jedem Fall als internationales Unternehmen einzustufen. Neben der Tochterfirma in Polen, mit der ein sehr intensiver Austausch stattfindet, ist asma auch noch in Ungarn, der Slowakei, Schweden, Russland und China tätig, sei es nun als Handelspartner im Export oder im Import. Die in Wultschau gegründete Firma erfreut sich also auch großer Beliebtheit im extraeuropäischen Bereich.  

asma GmbH – Ferialpraktikanten